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04.04.2017, 00:00 Uhr
Wolfsvorfälle
Das Problembewusstsein der zuständigen Akteure muss weiter geschärft werden.
 

Angesichts der Zunahme von Wolfsvorfällen bittet das Mitglied der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt, Hardy Peter Güssau, die Umweltministerin des Landes auf, Allianzen zu bilden und schnellstens in Brüssel und Berlin aktiv zu werden. „Wenn Brüssel das Problem ist, dann ist es zu begrüßen, wenn die Ministerin vor Ort in Brüssel erklärt, was hier, besonders in der Altmark, los ist“, so Güssau. Der strenge Schutzstatus, der durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der EU festgeschrieben ist, müsse demnach überarbeitet werden. Der ständige Verweis auf andere Kompetenzen und ein paar Wolfszähler seien zu wenig, um das Problem zu entschärfen. 

 Die Anzahl der Rissvorfälle, Kollisionen mit Fahrzeugen und die Anzahl der Sichtungen deckten sich im Verhältnis nicht mehr mit den offiziellen Statistiken. “Wolf ist ein Raubtier, kein Kuscheltier. Ich habe Sorge, dass es irgendwann zu einem Übergriff auf Menschen kommt und erst, wenn etwas Schlimmes passiert, erst dann wird meine heutige Forderung und Warnung nach mehr Schutz vor dem Wolf und mehr Schutz für Leib und Leben der Menschen – erst dann leider mehr Gehör finden, so Güssau

Aus diesem Grund wird die CDU-Fraktion Ende April eine Veranstaltung mit anerkannten Experten zum Thema ‚Märchen oder Wahrheit – Ist der Wolf eine Bedrohung‛ durchführen, um das Problembewusstsein bei den zuständigen Akteuren weiter zu schärfen. Auch der von uns eingeladene NABU Sachsen-Anhalt, sollte sich dieser Veranstaltung nicht verschließen.