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13.04.2017, 00:00 Uhr
Hardy Peter Güssau, Mitglied im Ausschuss für Landesentwicklung und Verkehr des Landtages von Sachsen-Anhalt: „2017 fließen mehr als 327 Millionen Euro in Planung, Ausbau und Unterhaltung von Sachsen-Anhalts Straßen“.
 

In das Netz der Bundesfern- und Landesstraßen von Sachsen-Anhalt sollen dieses Jahr insgesamt mehr als 327 Millionen Euro investiert werden. „Für Maßnahmen an Bundesfernstraßen (Bundesstraßen und Autobahnen) sind gut 238 Millionen Euro und für das Landesstraßennetz knapp 90 Millionen Euro vorgesehen“, sagte Verkehrsminister Thomas Webel. Die Unterhaltung des bestehenden Straßennetzes habe deutlich Vorrang gegenüber Neubaumaßnahmen, betonte Webel. Die Liste der notwendigen Instandsetzungen sei erneut sehr lang. „Mit der deutlichen Aufstockung der Haushaltsmittel im Vergleich zu früheren Jahren haben wir nun aber die finanzielle Basis, um den vorhandenen Reparaturstau schrittweise beseitigen zu können“, betonte der Minister.

Knapp dreiviertel der vom Bund bereitgestellten Mittel werden nach Webels Worten für Erhaltungsmaßnahmen verwendet. Hardy Peter Güssau: “Mit den eingeplanten Geldern können jedoch auch wichtige Neubauvorhaben in Angriff genommen werden, besonders ist mir der A 14-Abschnitt von Colbitz bis zur künftigen Anschlussstelle (AS) Tangerhütte wichtig.“

Aber auch die:

·    B 71 Ortsumfahrung (OU) Wedringen, wofür im Sommer der erste Spatenstich gesetzt werden soll, aber auch die

·    B 79 OU Halberstadt-Harsleben und die

·    B 188 OU Oebisfelde (2. Bauabschnitt),

werden gebaut.

Der Bau der

·    B 6n von Köthen bis zur A 9 (Thurland), der

·    B 91 OU Theißen und der

·    B 2/B 100 OU Eutzsch

wird planmäßig fortgesetzt.

Neben der kontinuierlichen Sanierung der Bundesautobahnen im Lande, wofür in diesem Jahr rund 85 Millionen Euro eingeplant sind, sollen vier Einzelmaßnahmen umgesetzt werden, die jeweils mehr als fünf Millionen Euro kosten. Hier nannte der Minister beispielhaft die Vorhaben an der

·    A 9 (AKR-Sanierung), Richtungsfahrbahn München, zwischen Dessau Süd und Bitterfeld-Wolfen sowie an der

·    A 14 (AKR-Sanierung), Richtungsfahrbahn Dresden, zwischen Bernburg und Halle.

Auch bei den Landesstraßen stehe die Erhaltung im Vordergrund. Insgesamt seien knapp 150 Vorhaben geplant, erklärte Webel. Unter den Projekten, die in diesem Jahr fortgeführt und abgeschlossen oder aber begonnen werden, sind die

·    L 63 OU Brumby und die

·    OU Calbe sowie die

·    L 178n als Zubringer zur A 38/B 91.

Außerdem wolle die Landesstraßenbaubehörde noch in diesem Jahr mit den Vorplanungen für die ersten neuen Projekte des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) 2030 beginnen, kündigte Webel an. „Unser Ziel ist es, alle Vorhaben des Vordringlichen Bedarfs bis 2030 mindestens bis zur Baureife zu führen“, erklärte der Minister.

Zu den Projekten, für die die Planungen zuerst aufgenommen werden, gehören die

·    B 71 OU Estedt,

·    B 244 OU Wernigerode,

·    B 6n von der AS Thurland (A 9) bis zur B 184,

·    B 6 von der AS Großkugel (A 9) bis Halle/Bruckdorf (3. Abschnitte) sowie die

·    B 87 OU Weißenfels (Südtangente) und die

·    B 181 OU Zöschen-Wallendorf-Merseburg.