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03.11.2017, 09:54 Uhr
Güssau: „Eine Erhöhung des Rundfunkbeitrages werde ich nicht zustimmen. Er muss stabil bleiben“.
Landtag von Sachsen-Anhalt schaltet sich in Debatte um Rundfunksystem ein.
 

Jährlich haben ARD, ZDF und Deutschlandradio 8 Milliarden Euro zur Verfügung, überwiegend aus dem Rundfunkbeitrag von derzeit 17,50 Euro pro Monat und Haushalt. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben Einsparvorschläge für 1,3 Milliarden Euro unterbreitet. Ob das ausreicht, um den Rundfunkbeitrag stabil zu halten, ist zweifelhaft. Vor diesem Hintergrund hat Medienminister Rainer Robra (CDU) den Vorschlag unterbreitet, allein das ZDF als nationalen Sender zu betrachten und das ARD als Schaufenster der Regionen umzubauen.

Nach den viel diskutierten Vorschlägen aus Sachsen-Anhalt zur Umgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks äußert sich das Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt, Hardy Peter Güssau, dazu:

 „Wir brauchen eine Stabilisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Wir wollen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit den notwendigen strukturellen und organisatorischen Veränderungen fit für die Zukunft machen. Dazu ist eine nachhaltige und sparsame Haushaltsführung bei den Rundfunkanstalten erforderlich. Oberstes Ziel muss es sein, den Rundfunkbeitrag auch über 2020 hinaus stabil zu halten. Vor dem Hintergrund, dass sich in Deutschland auch viele einen schlankeren öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorstellen können und die Akzeptanz nicht nur vom Programm, sondern auch am Beitrag festgemacht wird, brauchen wir eine ehrliche Diskussion. Medienvielfalt und Wettbewerb sind ein hohes Gut. Trotzdem sei es wichtig, dass die Rundfunkanstalten weitere Einsparungen erzielten.“