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29.05.2018, 00:00 Uhr
Azubi-Ticket erhöht Attraktivität der Berufsausbildung
Der Landtag diskutiert über die Einführung eines landesweiten Azubi-Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr.

Eine fachliche Auseinandersetzung soll in den nächsten Wochen in verschiedenen Ausschüssen erfolgen. Dazu äußern sich der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt, Frank Scheurell sowie der raumordnungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt, Hardy Peter Güssau:

„Die Koalitionsfraktionen haben sich im Koalitionsvertrag zum Azubi-Ticket verständigt. Über einen gemeinsamen Antrag haben die Koalitionsfraktionen im August letzten Jahres ein ganzes Maßnahmenpaket zur Stärkung der Berufsschulen und zur Unterstützung von Auszubildenden verabschiedet. Die Prüfung zur Einführung eines Azubi-Tickets war bereits Bestandteil.
 

Durch dieses Ticket wären die Auszubildenden flexibler bei ihren Fahrten zu unterschiedlichen schulischen und betrieblichen Ausbildungsstätten. Die Attraktivität der Berufsausbildung könnte dadurch erhöht werden. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Wirtschaft und Handwerk.

Eine Einführung benötigt allerdings Zeit. Darum favorisieren wir derzeit die Erweiterung einer bereits bestehenden Richtlinie des Bildungsministeriums, die schneller umsetzbar wäre.“

 

Hintergrund:

Mit einem landesweit gültigen Azubi-Ticket könnten Auszubildende kostengünstig alle Transportmittel des öffentlichen Personennahverkehrs benutzen. Ein entsprechendes Modell gibt es bereits in Hessen. Die Einführung würde ein vorgeschaltetes Gutachten erfordern. Im Bildungsministerium gibt es bereits die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Auszubildende zu den Kosten der auswärtigen Unterbringung sowie zu Fahrtkosten aus Anlass des Besuchs einer Berufsschule“, die bei entsprechender Erweiterung voraussichtlich schneller umsetzbar wäre.