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18.10.2018, 12:00 Uhr
Pilotprojekt zur Vermeidung von Wildunfällen
Hardy Peter Güssau, MdL erklärt: „Mit neuen Schutzmaßnahmen die Wildunfallzahlen reduzieren und zugleich die Autofahrer für die Gefahren des Wildwechsels sensibilisieren – das ist das Ziel des gemeinsamen Projektes“.


© MLV. Das Wildwarsystem wird durch Licht und Fahrzeuggeräusche aktiviert. Es sendet einen Pfeiton sowie LED-Blitze aus.

Am 9. Oktober 2018 wurde in Sachsen-Anhalt ein einzigartiges Pilotprojekt zur Prävention vor Wildunfällen gestartet.

„Mit dieser bundesweit bisher einmaligen technischen Lösung wollen wir die Zahl der Wildunfälle auf unseren Straßen künftig reduzieren“, erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel bei der Installation der ersten Warngeräte an einer Teststrecke. Gemeinsam mit dem ADAC, der Polizei und Jägerschaft sowie Straßenverkehrs- und Jagdbehörden sei es gelungen, das anspruchsvolle Projekt auf den Weg zu bringen.

„Das Besondere an unseren Geräten ist, dass sie sowohl am Tage als auch nachts herannahende Fahrzeuge erfassen können“, erläuterte Minister Webel die Funktionsweise des neuen Systems. Ausgelöst durch Scheinwerferlicht und Fahrgeräusche würden sowohl optische als auch akustische Warnsignale aktiviert. „Das gibt es in dieser Kombination deutschlandweit bisher noch nicht“, betonte Webel.

Bis spätestens Ende November sollen drei weitere Strecken im Land mit diesem System ausgestattet werden, unter anderem auch an der B 107 im Landkreis Stendal, zwischen Neuermark und Lübars (auf einer Länge von rund 2,7 Kilometern).

Die Kosten dafür betragen rund 60.000 Euro. Wartung und Pflege sowie Überwachung der sensiblen Technik obliegen künftig den Straßenmeistereien und der Jägerschaft im Rahmen regelmäßiger Begehungen.

 

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