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07.08.2019, 07:00 Uhr
CDU-Fraktion begrüßt Einigung zu finalem Lückenschluss der A14 in Sachsen-Anhalt

Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr (MLV) hat in intensiven Gesprächen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. (BUND) eine Einigung zum laufenden Klageverfahren für die Streckenabschnitte zwischen der Anschlussstelle (AS) Seehausen-Nord bis zur Landesgrenze Brandenburgs erzielt. Die Einigung soll zudem ein Klageverzicht des BUND für weitere Streckenabschnitte enthalten.

Hardy Peter Güssau, raumordnungspolitischer Sprecher und CDU-Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Stendal ergänzt: „Die Menschen in unserer Region wollen diese Autobahn. Darum ist der Lückenschluss von enormer Bedeutung für die Altmark. Die A14 wird ihr einen wichtigen Entwicklungsschub geben.“

Frank Scheurell, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Landesentwicklung und Verkehr  begrüßt die Einigung für den Weiterbau: „Dieser Streckenabschnitt ist eine wichtige Etappe für die Nordverlängerung der A 14. Für die Altmark, der bislang größte autobahnfreie Raum Deutschlands ist es entscheidend, dass die Bauarbeiten jetzt zügig voran gehen.“

 

Die Einigung zwischen MLV und BUND sieht u.a. folgende Maßnahmen vor:

 

 - Schaffung von zusätzlicher Retentionsfläche und Auenlebensräumen mit einer gesamten Fläche von 125 ha zwischen AS Seehausen-Nord bis zur Landesgrenze Land Brandenburg

 - zusätzliche Maßnahmen für den Arten- und Habitatschutz mit einer Gesamtfläche von 60 ha zwischen der AS Dahlenwarsleben bis AS Wolmirstedt und AS Lüderitz bis AS Seehausen-Nord

 - zusätzlich aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen

 

Die zusätzlichen Kosten, die dem Land durch die gesamten Maßnahmen entstehen, sind mit etwa 8,6 Millionen Euro veranschlagt. Diese sind in den Haushaltsjahren ab dem Jahr 2022 mit einzuplanen.

 

Zusätzliche Informationen/Details:

 

Die Eckpunkte des Vergleichs:

 

Der Vergleich, der vor dem Bundesverwaltungsgericht zwischen dem Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt und dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) geschlossen werden soll, beinhaltet für die betreffenden rund 70 Kilometer Autobahn folgende Maßnahmen:

 

• Rücknahme der laufenden Klage des BUND gegen die VKE 3.1/3.2a sowie Klageverzicht des BUND für die noch laufenden Planfeststellungsverfahren der VKE 1.1, VKE 1.5 und VKE 2.2.

 

• Für die VKE 3.1/3.2a ist die Schaffung von zusätzlicher Retentionsfläche und die Schaffung von Auenlebensräumen mit einem Flächenumfang von ca. 125 ha vorgesehen. Für die VKEen 1.1, 1.5, 2.1 und 2.2 sind zusätzliche Maßnahmen für den Arten- und Habitatschutz mit einem Flächenumfang von 60 ha vorgesehen.

 

• Gegenstand des Vergleichs sind auch Maßnahmen zur Trassenbegrünung in der VKE 2.1. Für diesen Autobahnabschnitt besteht bereits bestandskräftiges Baurecht, er ist jedoch im Hinblick auf die bauliche Realisierung mit der VKE 1.5 verklammert.

 

• Für die Gemeinden Mose (Landkreis Börde) undRöthenberg (Landkreis Stendal) sowie für die Siedlung Märsche (Landkreis Stendal) sind zusätzliche Lärmschutzwände/-wälle vorgesehen. Darüber hinaus werden für die im Forderungskatalog genannten Ortschaften, die keine aktiven Lärmschutzmaßnahmen erhalten, Mittel für passive Lärmschutzmaßnahmen bis zu einer Höhe von insgesamt 150.000 Euro zur Verfügung gestellt.

 

• Die Gesamtkosten für diese zusätzlichen Maßnahmen, die über das gesetzlich erforderliche Maß hinausgehen, belaufen sich auf rund 8,6 Millionen Euro Planungs- und Baukosten.

 

Daten/Fakten zum A 14-Lückenschluss

 

Die künftige A14 Magdeburg-Wittenberge-Schwerin verläuft auf einer Gesamtlänge von 155 Kilometer durch Sachsen-Anhalt (97 km), Brandenburg (32 km) und Mecklenburg-Vorpommern (26 km). Sie schließt eine Lücke im Autobahnnetz, weshalb dem Projekt auch eine große regionalpolitische Bedeutung beigemessen wird. Für die Realisierung des Neubauvorhabens sind insgesamt rund 1,25 Milliarden Euro veranschlagt.

 

Weiter Informationen finden Sie hier:

 

https://verkehr.sachsen-anhalt.de/nordverlaengerung-a-14/