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24.02.2021, 09:00 Uhr
Güssau: Der Inzidenzwert darf nicht als einziges Kriterium für eine Öffnungsstrategie herangezogen werden!
Der Sachsen-Anhalt-Plan muss zur Öffnung konsequent umsetzt und umgehend weiterentwickelt werden!
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Siegfried Borgwardt, MdL und Hardy Peter Güssau, MdL.

„Es ist jetzt dringend geboten, schrittweise in unser gewohntes Leben vor dem Corona-Virus zurückzukehren. In der vergangenen Woche hat die CDU-Fraktion in einer Landtagsdebatte eine Öffnungsstrategie eingefordert und das Kabinett hat den Sachsen-Anhalt-Plan 2021 heute vorgelegt.

Hintergrund:

Zum 1. März sind jetzt Öffnungen für Schulen, Friseure und die Fußpflege unter strengen Hygiene-Auflagen vereinbart. Daneben sollen Baumärkte, Gartenmärkte, Blumenläden, Gärtnereien sowie Fahr- und Flugschulen öffnen. Die Landeskader dürfen ebenfalls wieder trainieren Die CDU-Fraktion verbindet damit die Hoffnung, dass schnellstmöglich weitere Bereiche des Lebens und der Wirtschaft geöffnet werden.

Vor diesem Hintergrund ist für uns klar, dass bei Inzidenzwerten unter 50 regional wieder flexibler zu agieren ist. Einen Lockdown bis zur Ausrottung des Virus lehnen wir ab. Der Inzidenzwert darf nicht als einziges Kriterium für eine Öffnungsstrategie herangezogen werden. Ein einzelner Infizierter in einem Flächenlandkreis, wie beispielsweise dem Jerichower Land, hat auf den Inzidenzwert deutlich mehr Auswirkungen, als ein Infizierter in einem urbanen Gebiet wie der Stadt Berlin. Das hat zur Folge, dass eher ein Landkreis mit weniger Personen Einschränkungen vornehmen muss als eine bevölkerungsreiche Stadt. Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Über Impfungen und mit Medikamenten wird es möglich sein Corona einzudämmen. Dabei bleibt das Ziel bestehen bis zum Ende des Sommers jeden zu impfen der das auch möchte. Ein verantwortungsvoller Stufenplan und das Aufzeigen von Perspektiven für die Menschen in Sachsen-Anhalt sind jetzt unabdingbar.